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Wissenswertes über das «Singen»

Der eine macht es unter der Dusche, der andere in der Öffentlichkeit auf einer Bühne oder in einer Gruppe. Wir reden hier vom «Singen». Jeder hat schon mal gesungen – singen scheint in der Natur des Menschen zu liegen. Jedoch stellen wir uns die Fragen, woher das Singen kommt. Viele Wissenschaftler und Philosophen, haben sich diese Frage ebenfalls schon gestellt – jedoch sind sich diese bis heute uneinig. Einige Theorien:

Singen vertreibt ungebetene Gäste
Bereits in der Antike wurden Theorien über die Entstehung gesungener und gesprochener Laute des Menschen aufgestellt. Es seien Gefühle wie Aggression oder das Bedürfnis nach sozialer Harmonie, die den Menschen zum Singen bringen. Fest steht, dass Gesang bereits in den frühen Stunden der Menschheit eine zentrale Rolle spielte: zur Abschreckung von Raubtieren, im Wettbewerb innerhalb der Art und für die Stärkung des Zusammenhalts in der Gesellschaft mit den Mitmenschen.

Singen verstärkt das Gemeinschaftsgefühl
Einige Forscher sind der Meinung, dass der Mensch überhaupt erst aus sozialen Gründen mit dem Singen begonnen hat. Der Mensch ist stark auf soziale Beziehungen angewiesen und will sich einer Gruppe zugehörig fühlen. Das Singen ist den Forschern zufolge wahrscheinlich daher entstanden, um den Zusammenhalt in einer Gruppe zu fördern. Bei Indianern gehört das Singen zu einem festen Bestandteil ihres Alltags. Über ihren Gesang definieren sie sich als Gruppe.

Die Evolution des Gesangs
Man geht davon aus, dass die Entstehung des Gesangs auf die Werbungsrufe der Vögel während der Paarungszeit zurückgeht. Bei Vögeln haben die guten Sänger gegenüber ihren weniger begabten Artgenossen deutliche Vorteile bei der Partnerwahl. Man vermutet, dass es bei den frühen Menschen ähnlich gewesen sein musste.

Vom Sprechen zum Singen
Man geht davon aus, dass die ältesten bekannten Gesänge – nämlich die der Ur- und Naturvölker – nur selten Liebeslieder gewesen seien, sondern meist kriegerische, heilende oder religiöse Gesänge.

Christoph Brötie